Aufsatteln zum #GlobalClimateStrike

Es war kalt und stürmisch und wieder sonnig, aber es war auch mal wieder an der Zeit die Straße zu bevölkern!
Berliner Straßen für alle“ heißt das Bündnis, welches zur Fahrraddemo bat, um den Protest der Bürger gegen die gefühlte Untätigkeit in Verkehrs- und Klimadingen wieder auf die Straße zu bringen.

Zusammenfassung der Redebeiträge bis zum Oranienplatz

Von der Autobahn zum Autobahnministerium

Startpunkt der Demo war die tiefe Wunde, die die Baustelle der A100 im Süden Berlins ins Stadtbild reißt und in der Folge noch reißen soll.
Häuser, Parks und Clubs werden auch im weiteren Verlauf der Strecke bis nach Friedrichshain von diesem Mega-Projekt verschlungen werden, welches gleichermaßen gigantisch wie aus der Zeit gefallen scheint, weil es noch mehr Verkehr und Staus bis tief in die Innenstadt treiben wird um dort Lebensqualität und Umweltbilanz zu verschlechtern für Autos, die am Ziel schon jetzt keinen Parkraum mehr finden und deshalb schon jetzt mittels Falschparken Menschen den Raum nehmen.

Der Protest wurde von hier aus bis vor das Verkehrsministerium getragen, in dem das Ganze seine „unabänderliche“ Quelle hat.
Am Freitag Abend stört man da ja eh keinen und auch sonst interessiert den „Verkehrsminister“ das Wohl der Bürger außerhalb von Autos und Lufttaxis ja nur, wenn er, wie beim Fahrradklimatest, lustige Sachen präsentieren darf.

Es ist Wahljahr

In diesem Jahr sind Wahlen und insbesondere Denis Petri von Changing Cities e.V. machte klar worauf es jetzt erneut ankommt:
Wir Bürger, Radfahrer und Aktivisten müssen wieder hör- und sichtbar die Straßen und Plätze fluten und mit allen auch in der Pandemie erlaubten Mitteln auf unser Anliegen hinweisen.

Ein paar Kilometer PopUp-Radwege, 200 m autofreie Friedrichstraße und einige ungenügend ausgeführte Fahrradstraßen täuschen nicht darüber hinweg, dass der Elan der Berliner Verwaltungen neues zu schaffen eher in „Abheften“ ausartet.

Natürlich hat sich was bewegt: Das Walross Berlin auf seinem Felsen hat sich um Millimeter gedreht, ist aber vom Sprung ins Wasser noch Meilen entfernt.
Ob nun Autobahnbau oder Radweg: Alle Hindernisse die dabei im Wege liegen, sind von Menschen dort platziert worden und lassen sich also ebenso wieder aus dem Weg schubsen, wenn, ja wenn man denn den Willen dazu mitbrächte…

Dazu hat im Wahljahr insbesondere die Berliner SPD so gar keinen Bock mehr, deren Spitzenkandidatin Beton-Giffey eher der CDU dabei helfen will U-Bahn-Tunnel zu buddeln, statt akut Verkehrsprobleme zu beheben.
Wahrscheinlich habe nicht nur ich das Gefühl, dass die Artikel des MobG unter bestimmten Regierungskoalitionen in Berlin erst recht weitestgehend in Vergessenheit geraten werden.

Schon deshalb muss auch unsere Fahrrad-Bubble wieder zurück auf die Straßen und Meilen machen bei der Durchführung vieler und großer Demonstrationen, damit auch gerade jetzt in „Corona-Zeiten“ mal wieder was wichtigeres auf der Tagesordnung steht als Friseurtermine!

Und letztlich macht es eben auch keinen Sinn sich hinter dieser Pandemie zu verstecken und so zu tun als könnte man die Klimakatastrophe irgendwann danach lösen: All das passiert jetzt und muss auch jetzt gelöst werden!

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

Peter Wendel

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