Berlin-Weißensee: Mahnwache für getötete Radfahrerin

Die zweite getötete Radfahrerin in diesem Jahr und innerhalb einer Woche: Damit diese Menschen nicht nur nackte Nummern in einer Statistik bleiben, trauern Berlins RadfahrerInnen um jedes Opfer.

Ungehörte Worte

Leider werden die Reden, die bei solchen Anlässen gehalten werden, zumeist nur von jenen gehört, die jeweils vor Ort sind um dem Opfer die letzte Ehre zu erweisen. In der Berichterstattung der Medien kommen die Mahnwachen stets nur als Randnotiz oder Verkehrsmeldung vor.

So kam die gestrige Mahnwache zwar auch einige Sekunden in der rbb-Abendschau vor, aber letztlich eben kaum lang genug um mehr als ein Schulterzucken bei den Menschen hervorzurufen, die nicht direkt betroffen sind.

Da wird es wieder gedankliche Kommentare von „Schon wieder einer!“ über „Bestimmt wieder bei Rot gefahren!“ bis „Was fahren die auch auf der Straße rum…“ gegeben haben, abgehakt als eines von vielen Ereignissen in denen vor allem der motorisierte Auto- und LKW-Verkehr seine Kollateralschäden unter der Bevölkerung in der Stadt fordert.
Zu Gunsten der Arroganz und Missachtung und der „Freiheit“ dieser Nutzer sind für uns in Deutschland noch immer jährlich im Durchschnitt 3000 Verkehrstote akzeptabel, damit die Wirtschaft und der eigene Egoismus weiter florieren können.

Es ist aber eben nicht akzeptabel, das immer wieder Trauer und Fassungslosigkeit über Familien und Angehörige gebracht wird, nur weil, wir hier z.B., jemand nur mal schnell abgebogen ist, offensichtlich ohne andere Verkehrsteilnehmer zu beachten.

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

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