Berlin-Usedom: Brücke wieder benutzbar

In Französisch-Buchholz wurde der Ersatzneubau einer Brücke entlang des Pankewegs/Radwegs Berlin-Usedom (fast) fertiggestellt.
Also man kann wieder rüber. Und überhaupt ist dieses Stück bis Bernau nun wieder ohne Umleitungen befahrbar.

Die Cykelslangen von Französisch-Buchholz

Die sogenannte „Hausrunde“

Sofern es bei mir so etwas wie eine Hausrunde gibt, die man anlasslos fährt nur zum Zwecke des Fahrens an sich, dann ist es bei mir die Strecke aus Französisch-Buchholz nach Bernau. Also eher eine Haus-Hin-Und-Her, als eine Runde.

Ganz artig bin ich auf dem Hinweg auch noch der Umleitung des Pankeweg und des Berlin-Usedom-Radwegs gefolgt und durch die Laubenkolonien über die doofe Brücke mit Treppe gefahren.
Allerdings bemerkte ich dann, dass die Brücke inzwischen offenbar wieder benutzbar ist, oder zumindest schlicht wieder benutzt wird.

Ganz sicher sind noch nicht alle Arbeiten erledigt, es stehen noch provisorische Drängelgitter vor der Zufahrt und das drumherum wird sicher auch noch aufgehübscht.
Trotzdem sucht sich der Strom der Radfahrenden und Wandernden bereits wieder seinen Weg über die Brücke.

Auch der Rest der Strecke war wieder Umleitungsfrei befahrbar, was den Weg vor rund um die S-Bahn Zepernick wieder angenehmer macht.
Die vorherige Umleitung wegen des dortigen Brückenneubaus war oft mies beschildert und die ansässigen Teilnehmer des motorisierten Individualverkehrs zu dem weder mit StVO §1 ausgestattet noch besonders höflich (ist meine subjektive Erfahrung, klar).

Lediglich bei der Ankunft in Bernau, am Vorplatz des Einkaufszentrums, sollte man kurz innehalten und sich zuerst einen Überblick verschaffen, wie die aktuelle Verkehrsführung dort verläuft, denn der ganze Platz wird umgegraben und saniert.

Die Brücke

Die neue Brücke habe ich in typischer Berliner Übertriebenheit mal „Cykelslangen“ getauft, nach ihrem viel schickeren Vorbild in Kopenhagen.

Das liegt vor allem an den neuen, breiteren Auffahrten, die sich in Schlangenlinien zur eigentlichen Brücke emporschwingen, damit es auch Menschen mit Rollator oder Rollstuhl besser auf die Brücke schaffen. Es ist also nicht mehr ganz so steil.

Die Brücke selbst ist auch breiter geworden. Ich finde es hätte noch etwas mehr sein dürfen, aber wahrscheinlich hätte man dann sonst bald einen Auto-Stau über die Brücke…

Streckenservice

Auch schon wieder offen ist der kleine „Päuschen“-Imbiss, gleich an der Radweg-Einfahrt nach Zepernick. Natürlich nur ToGo, schließlich ist ja noch Pandemie. Aber Eis, Bratwurst und Kaffee gehen ja auch im Stehen oder etwas weiter weg auf einer Bank.
Haltet also bitte brav an und verzehrt was!

Zwischen Ritterrüstung und Brücke oder umgekehrt (Streckenkenner wissen wo…) kann man nun, sofern Bedarf besteht, Luft tanken. Ein Anwohner hat an seiner Einfahrt eine Luftpumpe montiert und bietet diese nun zur kostenlosen Nutzung an.
Vielen Dank für diese freundliche Geste!

2021-04-02, Private Servicestelle für Radfahrer, Foto: Peter Wendel, CC-BY-SA 4.0

Augenrollende Fußgänger

Klar: Schönes Wetter und schon wandern die Menschen auch wieder zu Fuß entlang der Strecke, insbesondere auf den Abschnitten die nicht allzu weit vom Auto entfernt liegen.
Und auch ich habe heute wieder jene augenrollenden Fußgänger getroffen, die zu viert nebeneinander die gesamte Wegbreite einnehmen und dann eben genervt mit den Augen rollen wenn man zart mit der Klingel um Durchlass bittet.

Wir müssen uns den Weg teilen und ich spendiere auch jede Menge Rücksicht, aber denkt daran das das eben auch ein Radfernweg ist, da sind Radfahrer eben eher die Regel anstatt der Ausnahme!

Es ist wahrscheinlich eine Folge unserer Zivilisation, dass selbst Spaziergänger am liebsten asphaltierte Strecken durch die Landschaft frequentieren… 😉

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

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