Kiezgipfel – Zu wenig über so viele Kieze

Der 1. Berliner Kiezgipfel war eine gute Idee, hätte aber auch gerne etwas mehr an einfach zugänglicher Info bieten können.

Regionale Unterschiede

Die, im Stile der olympischen Eröffnungsfeiern, abgehaltene Eröffnung durch die Präsentation der Kieze offenbart gleich zu Beginn doch gewaltige regionale Unterschiede in der Menge der Kiezblock-Initiativen in den einzelnen Bezirken:
Kiezblocks sind den Menschen in Pankow und Xhain offenbar sehr viel wichtiger, als z.B. in Steglitz-Zehlendorf.

In den Randlagen ist man offenbar zumeist (noch) zufrieden mit seiner Lage und am höchsten scheint der Druck auf eine Verkehrswende in den Innenstadtbezirken. Das sit von der Sache her auch nicht neu, schließlich leiden diese Lagen am meisten unter den Einpendlern, selbst wenn diese nur vom Stadtrand stammen.

Impressionen

Impression vom Einlauf der Kieze

Zu wenig Informationen

Als jemand, der sich schon als Fahrradaktivist bezeichnen würde, fand ich es nur schade, das es so wenig leicht zugängliche Informationen über die einzelnen Kiezblock-Initiativen an sich gab, denn nicht jeder will gleich mit einem halben Dutzend Menschen reden, bis er heraus findet ob die eine oder andere Kiez-initiative auch was für ihn sein könnte.

Da helfen auch Reden und Diskussionen nicht viel weiter…

Zu wenig konkrete Infos auf dem Kiezgipfel, Foto: Peter Wendel, CC-BY-SA 4.0

Lediglich vom Kiezblock „Schloßpark“ hing irgendwo ein Plakat, welches einem auf einem Blick Größe und Umfang des Blocks, seine Lage an sich in der Stadt (z.B. kann ja sicher nicht jeder was mit der Bezeichnung „RIAS-Kiez“ anfangen) und auch Kontaktmöglichkeiten anbot.

Ich hätte mir Infowände mit ähnlichen Plakaten von allen Kiezblöcken gewünscht. Da reicht ein Verweis auf die Internetseite von Kiezblocks.de nicht.
Zudem böte das doch mehr Inhalt bei einer 5-stündigen Aktion und würde motivieren dieser auch zahlreicher und länger beizuwohnen.

Ich bin während meines nur etwas mehr als einstündigen Aufenthalts recht oft von Passanten und Touristen gefragt worden, was hier eigentlich vor sich geht, da ist also mit dem Mangel an sichtbaren Informationen auch eine Chance vergeben worden, Menschen zu informieren.

Ich war nur etwas mehr als eine Stunde dort, weil ich eben ohne solche Angebote nicht wusste, wie ich die Zeit bis zu irgendwelchen Reden überbrücken sollte, denn auch ein Programm des zeitlichen Ablaufs fehlte vor Ort.

Aber sicherlich wird das beim 2. Kiezgipfel alles besser… 😉

Author: Peter Wendel

"If you think you are too old to rock'n'roll then you are..." Lemmy Kilmister

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